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Anton-Engermann-Weg wird endlich eingeweiht

Am Montag, dem 5. Februar 2018, um 16.00 Uhr, wird der Verbindungsweg zwischen Kreuzbergstraße und An der Ziegelei in Frechen von der Bürgermeisterin Susanne Stupp offiziell gewidmet.

Die Benennung des Weges erfolgte auf Anregung der Linksfraktion und wurde im Frechener Rat mit großer Mehrheit beschlossen.

Gerade in Zeiten von neu aufkommender rechter Gewalt in Deutschland, ist so eine Geste von großer Bedeutung.

Anton Engermann (* 6.10.1902 + 24.5.1983) war ein Frechener Kommunist, der in der Nazizeit insgesamt 11 Jahre in Zuchthäusern und im KZ Sachsenhausen inhaftiert war. Er wurde 1933 im Keller des Frechener Rathauses schwer gefoltert.

„Stellvertretend für alle in der Nazidiktatur verfolgten Frechener, wird hier einem überzeugten Antifaschisten und aufrechten Menschen ein ehrendes Gedenken bereitet, “ so Peter Singer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion in Frechen.

 Neben der offiziellen Einweihung wird die Fraktion der Linken und der Frechener Stadtverband eine kleine Gedenkfeier abhalten, zur der herzlich eingeladen wird. An dieser Gedenkfeier wird auch der Kölner Bundestagsabgeordnete der Linken, Matthias W. Birkwald, teilnehmen.

Mitte Februar wird dann Peter Singer eine Kopie des Straßenschildes sowie weiteres Dokumentationsmaterial, in der Gedenkstätte Sachsenhausen bei Berlin übergeben. Das Schild wird dann neben einer „Flaschenpost“ von Anton Engermann, die am 3. April 2003 bei Arbeiten im ehemaligen KZ Sachsenhausen gefunden wurde, im Eingangsbereich ausgestellt. Der Text mit Datum vom 19. April 1944 lautet:
 „Nach der Heimat möchte ich wieder. Wann sehe ich meine Lieben aus Frechen-Köln mal wieder. Mein Geist ist trotzdem ungebrochen. Bald muss es besser werden.“